Meier Tobler

Die neuen Energievorschriften auf den Punkt gebracht

MuKEn

Neue Energierichtlinien (MuKEn), die bis 2020 schweizweit umgesetzt werden sollen, haben einen Einfluss darauf, wie Sie Ihre Heizung sanieren können.

MuKEn - Das Wichtigste in Kürze

Im Januar 2015 haben die kantonalen Energiedirektoren ihre Vision der Energiezukunft in den «Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich» (MuKEn) 2014 präsentiert. Diese Vision soll bis Ende 2020 flächendeckend umgesetzt werden.

Das Gesetz zielt vor allem auf ineffiziente Altbauten. Wenn Ihr Gebäude bereits gut gedämmt ist, sind Sie von den Änderungen kaum betroffen. Wenn Ihr Haus jedoch über keine oder nur über eine sehr schwache Wärmedämmung verfügt, gilt:

Die Heizung muss nach der Sanierung entweder zehn Prozent weniger (fossile) Energie verbrauchen oder mindestens zehn Prozent der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen beziehen.

Dazu haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Sie bleiben bei Öl oder Gas als Heizbrennstoff und tauschen die alte Heizung gegen ein neues effizienteres Modell aus. Durch den Einbau neuer Fenster und/oder eine Wärmedämmung von Fassade und/oder Dach reduzieren Sie den Verbrauch an fossilen Energien um mindestens zehn Prozent.
  2. Sie ersetzen oder ergänzen Ihre fossile Heizanlage durch eine neue Lösung, mit der Sie einen Anteil von mindestens zehn Prozent erneuerbaren Energien erreichen. Für diese Variante sieht das Gesetz mehrere Standardlösungen vor.

Der Zeitpunkt und die Details der Umsetzung variieren stark von Kanton zu Kanton. Unsere Sanierungsspezialisten kennen die gesetzlichen Rahmenbedingungen und klären für Sie ab, ob an Ihrem Wohnort kantonale oder kommunale Fördergelder verfügbar sind

Der Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) zeigt die Energieeffizienz

Um herauszufinden, ob Ihr Gebäude von der neuen Gesetzgebung betroffen ist, müssen Sie einen offiziellen Gebäudeenergieausweis der Kantone, kurz GEAK, für Ihr Haus erstellen lassen. In diesem wird die Energieeffizienz der Gebäudehülle und der Haustechnikanlage auf einer Skala von A bis G klassifiziert.

Als Faustregel gilt: Gebäude mit Baujahr nach 1990 oder Gebäude aus den 60er bis 80er Jahren, die Fenster, Fassade oder Dach saniert haben, fallen in die Kategorie D oder besser. Gebäude mit Minergie-Standard weisen immer eine GEAK-Klassifizierung besser als D auf.

Unsere Sanierungsspezialisten unterstützen Sie gerne und zeigen Ihnen auf, wie Sie zu einem GEAK für Ihr Haus kommen.

Bitte kontaktieren Sie den jeweiligen Kanton für weitere Auskünfte.

Diese Sanierungslösungen stehen Ihnen zur Verfügung

Sanierung mit beliebigem Heizsystem (keine gesetzlichen Einschränkungen)

  • In Ihrem Kanton sind die kantonalen Energievorschriften noch nicht in Kraft. Sie können die verbleibende Zeit für eine kostengünstigere Sanierung nutzen.
  • In Ihrem Kanton sind die kantonalen Energievorschriften zwar in Kraft, Ihr Gebäudeenergieausweis hat jedoch die Klasse A-D.

Sanierung nur noch mit Standardlösung 

  • In Ihrem Kanton sind die kantonalen Energievorschriften in Kraft und Ihr Gebäudeenergieausweis hat die Klasse E-G.

Was heisst MuKEn?
MuKEn steht für: Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich. Sie werden von der Konferenz der kantonalen Energiedirektoren herausgegeben.

Ist MuKEn ein Gesetz?
Nein. Die MuKEn sind eine Vorlage für ein Gesetz. Der Kanton kann sie 1:1 übernehmen oder anpassen. Die MuKEn dienen den Kantonen als Empfehlung und Orientierung. Erst die definitiven kantonalen Gesetze werden eine direkte Wirkung entfalten. 

Wann wird MuKEn umgesetzt?
Die Umsetzung passiert in den Kantonen und dies zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Als erster Kanton hat Basel Stadt die MuKEn per 1. Oktober 2017 umgesetzt. In vielen Kantonen laufen die  parlamentarischen Beratungen noch. 

Wann muss ich meine Heizung sanieren?
Unser Empfehlung: Warten Sie nicht, bis Ihre alte Heizung mitten im Winter unter Volllast aussteigt oder bis Sie durch eine veränderte Gesetzeslage plötzlich in Zugzwang geraten. Befassen Sie sich jetzt mit der Sanierung Ihrer alten Heizung. Je nach Stand der Gesetzgebung in Ihrem Wohnkanton haben Sie nur noch ein begrenztes Zeitfenster zur Verfügung, in dem Sie Ihr neues Heizsystem frei wählen und darum markant günstiger  sanieren können.

Kann ich meine Ölheizung mit einer Wärmepumpe ersetzen?
Grundsätzlich ja.  Allerdings können aus technischen Gründen nicht überall Bohrungen für eine Sole-Wasser Wärmpumpe durchgeführt werden. Bei der Aufstellung der Ausseneinheiten einer Luft-Wasser Wärmepumpe muss zudem ein gewisser Abstand zum Nachbarhaus eingehalten werden. Zur genauen Abklärung und Beurteilung kommen wir gerne bei Ihnen vorbei.

Welche Förderbeiträge gibt es?
Die Fördergelder sind pro Kanton unterschiedlich geregelt.Die Website www.energiefranken.ch vermittelt einen Überblick.

Kann ich meine fossile Heizung noch 1:1 ersetzen?
Ja, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Sie sanieren vor der Einführung des neuen Energiegesetzes in Ihrem Kanton.
  • Ihr Haus weist die Gebäudeenergieklasse A-D auf. In diesem Fall können Sie auch nach der Einführung des neuen Energiegesetzes mit fossiler Technologie sanieren.

Kann ich meinen Brenner noch ersetzen?
Ja. Der Brennerersatz gilt als Teilsanierung und diese fällt nicht unter das neue Energiegesetz. Die einzige Bedingung ist die Einhaltung der aktuellen Grenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung (LRV).  Oft ist ein Brennerersatz die günstigste Sanierungsvariante.

Sind fossile Heizungen jetzt verboten?
Nein. Im Rahmen einer Heizungssanierung sind fossile Anlagen nach wie vor möglich. Gemäss MuKEn müssen sie jedoch entweder ergänzt werden mit mind. 10 Prozent erneuerbaren Energien oder mit einer Reduktion des (fossilen) Energiebedarfs um mind. 10 Prozent, z.B. durch den Einbau neuer Fenster.

Wird die Heizungssanierung durch MuKEn teuer?
Die Anschaffungskosten werden durch MuKEn höher, die Betriebskosten oftmals aber deutlich günstiger. Durch Fördergelder kann ein Teil der höheren Anschaffungskosten kompensiert werden. Zudem steigert eine sinnvolle Sanierung den Wert ihrer Liegenschaft, was sich über die Aufstockung der Hypothek finanzieren lässt.

Ich möchte eine andere Lösung als die 11 Standardlösungen umsetzen. Geht das?
Ja. Sofern Ihr Gebäude in die GEAK Gebäudeklasse E, F oder G fällt, müssen Sie einfach rechnerisch nachweisen, dass sie das Ziel der Reduktion fossiler Energie von 10 Prozent erreichen. Haben Sie GEAK A-D oder ein Minergie-Label, haben Sie so oder so freie Wahl.

Wie tangieren mich die Vorschriften bei einem Neubau?
Im Neubau wird seit Jahren primär mit erneuerbaren Energien gearbeitet. Diesbezüglich hat MuKEn keinen Einfluss auf die Erstellungskosten. Die Pflicht zur Eigenstromproduktion führt allerdings zu erhöhten Investitionskosten. Durch eine optimale Verknüpfung von Heizanlage und Photovoltaik-Anlage lohnt sich diese Investition jedoch bereits nach kurzer Zeit aufgrund der Stromeinsparungen.  

Ganz gleich, ob Sie weiter mit Öl- oder Gas heizen oder auf eine neue Technologie umsteigen möchten: Meier Tobler bietet Ihnen bewährte und MuKEn-konforme Sanierungslösungen aus einer Hand für Ihre individuellen Bedürfnisse, Top-Service inklusive. 

Fragen Sie uns jetzt für eine unverbindliche Beratung an.

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